Du überlegst, ob du deine Website auf Divi 5 holst, und scheust den Aufwand? Ging mir genauso. Ich habe es letzte Woche gemacht und teile hier, was gut lief und wo ich geflucht habe. Kein Schritt für Schritt, davon gibt es genug. Eher das, was mir vorher keiner so ehrlich gesagt hat.
Warum ich überhaupt umgestiegen bin
Divi 5 war für mich längst überfällig. Was mich am alten Divi am meisten genervt hat, war das Gefummel mit dem Layout, sobald es flexibler werden sollte. Jetzt gibt es echte Flexboxen, und ich kann zusätzliche Breakpoints setzen, statt mich mit den drei alten Geräteansichten rumzuärgern. Seitdem komme ich beim Bauen deutlich besser klar. Das feiere ich jetzt schon, nach einer Woche.
Dazu kommt ein nüchterner Grund. Irgendwann führt an Divi 5 kein Weg vorbei. Die Weiterentwicklung läuft in die neue Version, und Divi 4 wird nicht für immer gepflegt. Ein festes Enddatum für den Support kenne ich nicht, aber wer auf Divi baut, kommt früher oder später sowieso an den Umstieg. Dann lieber jetzt und in Ruhe als später unter Zwang.
Mein Weg: Backup, lokal testen, live durchziehen
Es gibt verschiedene Wege, so eine Migration anzugehen. Ich hatte eine richtig gute Anleitung aus meiner WordPress-VA-Membership, an der ich mich orientiert habe. Deshalb gehe ich hier nicht den ganzen Ablauf durch, sondern erzähle, wie ich es konkret gemacht habe.
Zuerst ein Backup. Klingt selbstverständlich, ist es für viele aber nicht. Dann habe ich die Seite lokal getestet, um zu sehen, wie Divi 5 mit meinem Layout umgeht. Es sah ganz okay aus. Nicht perfekt, aber okay.
Und dann kommt der Teil, bei dem mir manche widersprechen würden: Ich habe die Migration direkt auf der Live-Seite durchgezogen.
Der Grund ist ehrlich gesagt Selbstschutz. Wenn ich erst lokal alles bis ins letzte Detail optimiere, sitze ich Wochen daran. Mein eigenes Business landet sonst immer hinten an. Auf der Live-Seite habe ich Druck. Die paar Fehler, die sichtbar waren, musste ich in ein paar Tagen ausräumen, nicht irgendwann. Für mich war das die richtige Entscheidung. Würde ich das jeder Kundin so empfehlen? Kommt drauf an, wie groß und wie sichtbar die Seite ist. Bei meiner eigenen konnte ich das Risiko tragen.
Was ich anpassen musste nach der Divi 5 Migration
Es waren dann doch einige Anpassungen. Ein paar Buttons sahen nicht mehr richtig aus, einige Überschriften hatten die falsche Farbe (wirklich schön leuchtendes blau, aber halt leider nicht passend für diese Seite), und ab und zu stimmte die Ausrichtung in der Flexbox nicht. Nichts Dramatisches, aber Kleinkram, der sich summiert.
Eine Sache solltest du dir vorher klarmachen. Wenn du einmal im Visual Builder sitzt und sowieso alles anfasst, machst du gleich andere Dinge mit (oder geht das nur mir so?). Eine Stelle, die dich schon lange gestört hat. Ein Abstand, der nie gepasst hat. Das ist menschlich, kostet aber Zeit. Stell dich darauf ein, dass aus der reinen Migration schnell eine kleine Renovierung wird. Dank der zusätzlichen Breakpoints habe ich mein Header (insbesondere das Hamburger Menü) noch angepasst.
Wo Divi weiter schwächelt: Barrierefreiheit
Eine Sache hat sich mit Divi 5 nicht gebessert: die Barrierefreiheit. Mein Kontaktformular ließ sich nach der Migration nicht sauber per Tastatur bedienen. Die Checkboxen waren nicht antabbar, was für Menschen, die ohne Maus navigieren, ein echtes Problem ist. Ich musste das mit eigenem Code ergänzen, damit es funktioniert.
Wie genau ich das gelöst habe, siehst du in diesem Beitrag zum barrierefreiem Divi Kontaktformular.
Wenn dich das Thema interessiert: Warum ich Barrierefreiheit nicht als nettes Extra sehe, habe ich in Accessibility First aufgeschrieben. Und wie du Skiplinks in Divi umsetzt, zeige ich Schritt für Schritt.
Mein Fazit nach einer Woche
Nach einer Woche mit Divi 5 bin ich froh, dass ich es gemacht habe. Der Umstieg war überfällig, und das Arbeiten fühlt sich endlich zeitgemäß an. Flexboxen und die zusätzlichen Breakpoints will ich nicht mehr missen.
Wenn du überlegst: Mach vorher ein Backup, teste lokal, und entscheide dann ehrlich, ob du den Schritt auf der Live-Seite gehst oder lieber in Ruhe auf einer Staging-Umgebung. Rechne mit ein paar Anpassungen, plane dir die Zeit ein, und schau bei der Barrierefreiheit genau hin, weil Divi dir die Arbeit dort nicht abnimmt.
Keine Lust, dich selbst durch Updates, Migrationen und das Kleinklein danach zu wühlen? Genau das nehme ich dir ab. Schreib mir, wo deine Seite gerade steht. Ich antworte zeitnah und persönlich. Zum Kontaktformular.
Fragen und Antworten zum Thema Divi 5 Migration
Update und Migration sind bei Divi 5 zwei verschiedene Dinge. Beim Update installierst du nur das neue Theme, deine Layouts bleiben erst mal im alten Divi-4-Format. Die Migration ist der zweite Schritt: Über den Divi 5 Migrator wandelst du deine bestehenden Layouts ins neue Format um. Erst dann arbeitest du wirklich mit Divi 5.
Ja. Der Migrator wandelt deine Inhalte ins neue Divi-5-Format um, optisch sollte sich an deiner Seite nichts ändern. Module, die noch nicht nativ unterstützt werden, laufen im sogenannten Backward-Compatibility-Modus weiter. Sie funktionieren, sind aber noch nicht auf dem schnellen neuen Stand. Trotzdem gilt: vorher Backup machen, vor allem bei größeren oder individuell angepassten Seiten.
Ja, und das ist wichtig. Bring vorher WordPress, Divi und alle Plugins auf den aktuellen Stand. Wenn du die Migration auf veralteter Software startest, steigt das Risiko für Konflikte. Erst updaten, dann migrieren.
Direkt nach der Migration ja. Im Divi 5 Migrator gibt es einen Button, der deine Divi-4-Inhalte wiederherstellt. Zwei Dinge solltest du wissen: Inhalte, die du nach der Migration neu in Divi 5 gebaut hast, werden dabei nicht wiederhergestellt. Und nach mehreren Divi-5-Updates greift die eingebaute Rückroll-Funktion nicht mehr. Deshalb ist das Backup vorher dein wichtigstes Sicherheitsnetz.
Der sicherere Weg ist eine lokale Testumgebung oder ein Staging, da kannst du in Ruhe prüfen, ob alles passt. Ich habe es bei meiner eigenen Seite anders gemacht und bin nach kurzem lokalem Test live gegangen, weil ich sonst ewig optimiert hätte. Das ist eine bewusste Abwägung zwischen Sicherheit und Tempo. Bei einer Kundenseite mit viel Traffic würde ich klar zum Staging raten.
Der reine technische Vorgang im Migrator dauert je nach Größe der Seite ein paar Sekunden bis ein, zwei Minuten. Was Zeit kostet, ist das, was danach kommt: die Anpassungen an Buttons, Überschriften und Co. Plane dir dafür ein paar Tage ein, nicht nur die paar Minuten für den Klick.
Der größte Unterschied liegt unter der Haube: Divi 5 speichert Layouts in einem moderneren, stabileren Format statt in den alten Shortcodes. Dazu kommen echte Flexbox-Layouts, ein device-first Ansatz beim responsiven Design mit mehr Breakpoints, und ein neuer Canvas-Editor für Dinge wie Menüs und Popups. Für mich sind vor allem Flexbox und die Breakpoints der spürbare Gewinn im Alltag.
Nicht automatisch. Divi nimmt dir die Barrierefreiheit nicht ab. Bei mir war nach der Migration das Kontaktformular nicht sauber per Tastatur bedienbar, die Checkboxen ließen sich nicht antabben. Das musste ich mit eigenem Code lösen. Wenn dir Zugänglichkeit wichtig ist, prüfe deine Seite nach der Migration gezielt darauf.
Nein. Für aktive Elegant-Themes-Abonnenten ist Divi 5 inklusive, der Migrator ist Teil des Themes. Es kommen keine zusätzlichen Lizenzkosten auf dich zu. Deine Zeit für die Anpassungen danach ist der eigentliche Aufwand.
Sofort musst du nicht. Aber es gibt eine Deadline für den Support von Divi 4 und ich würde es besser bald angehen, als dann unter Druck, weil plötzlich Sicherheitsupdates fehlen.
Ja. Wenn du dir den Umstieg nicht selbst zutraust oder schlicht keine Zeit dafür hast, übernehme ich das. Ich kümmere mich um Backup, Migration und die Anpassungen danach, im Rahmen meiner WordPress-Wartung oder als einmalige Unterstützung. Schreib mir, wo deine Seite steht.







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