Du öffnest deine eigene Website, scrollst einmal durch und denkst dir: Das bin ich irgendwie nicht mehr. Die Farben hast du vor ein paar Jahren ausgesucht, auf der Startseite steht ein Angebot, das es so gar nicht mehr gibt, und wenn dich jemand nach dem Link fragt, schreibst du noch kurz „die überarbeite ich gerade" hinterher.
Genau so ging es Carolin, als sie zu mir kam. Sie hatte schon eine Website, hat sich damit aber einfach nicht mehr wohlgefühlt, weil sich ihr Branding, ihre Positionierung und ihre Vorstellungen komplett verändert hatten. Wie das ausgegangen ist, erzähle ich dir weiter unten.
Bevor du jetzt alles neu machen lässt: Nicht jede Website, die sich falsch anfühlt, braucht gleich ein komplettes Redesign. Ich zeige dir, woran du erkennst, ob sich ein Redesign für dich lohnt, und wann du mit einem Relaunch oder ein paar gezielten Änderungen besser fährst.
Was bei einem Website Redesign passiert und was nicht
Bei einem Redesign überarbeitest du vor allem das, was Besucher:innen sehen und wie sie sich durch deine Seite bewegen. Dazu gehören das Design mit Farben, Schriften und Bildern, die Nutzerführung und oft auch die Texte und der Aufbau einzelner Seiten. Das System dahinter bleibt meistens gleich, also zum Beispiel WordPress bei deinem bisherigen Hoster.
Ein neues Theme "drüberzulegen" ist übrigens noch kein Redesign. Das Theme ändert zwar das Aussehen, aber da sprichst du trotzdem noch nicht deine Zielgruppe an und du lenkst nicht gezielt, wohin eine Besucherin als Nächstes klicken soll. Genau da fängt die Arbeit an: Was soll jemand auf deiner Startseite als Erstes verstehen, und welcher Button führt zur Anfrage?
Bei der Gelegenheit schaue ich mir auch die mobile Ansicht und die Ladezeit an, weil sich beides bei einem Redesign gut mitverbessern lässt.
Redesign oder Relaunch: Was braucht deine Website wirklich?
Die beiden Begriffe werden ziemlich wild durcheinander benutzt (ich nehme mich da nicht aus, auf meinen eigenen Projektseiten steht auch mal „Redesign und Relaunch" in einer Überschrift). Für deine Entscheidung hilft trotzdem eine einfache Unterscheidung: Beim Redesign bleibt die technische Basis, beim Relaunch wird sie erneuert.
| Redesign | Relaunch | |
| Was sich ändert | Design, Nutzerführung, Texte und einzelne Seiten | zusätzlich die Technik, oft auch Struktur und URLs |
| Technik dahinter | bleibt im Kern gleich | wird erneuert oder komplett neu aufgesetzt |
| Sinnvoll, wenn | die Basis stabil läuft, aber Optik und Botschaft nicht mehr passen | das System veraltet ist, Updates fehlen oder alles nur noch "Flickwerk" ist |
| Aufwand | überschaubarer | größer, weil Inhalte, Weiterleitungen und Rankings mitgedacht werden müssen |
Beim Ringelnatzlauf zum Beispiel war die Joomla-Installation so veraltet, dass ein neues Design allein nichts gebracht hätte. Die Seite ist deshalb auf WordPress umgezogen und komplett neu entstanden, das war also ein echter Relaunch.
Darum starte ich jedes Projekt mit einer Analyse dessen, was schon da ist, und wir entscheiden erst danach gemeinsam, ob wir gezielt modernisieren oder neu aufsetzen. Wenn du schon ahnst, dass bei dir mehr als die Optik dran ist, schau dir meine Seite zum Websiterelaunch an.
Woran du merkst, dass sich ein Redesign lohnt
Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiederfindest, lohnt sich ein genauerer Blick:
- Dein Angebot hat sich verändert, aber deine Website erzählt noch die alte Geschichte.
- Du hast ein neues Logo, neue Farben oder neue Fotos, und die Seite passt optisch nicht mehr dazu.
- Laut deiner Statistik kommen Besucher:innen auf die Seite, aber die Anfragen bleiben trotzdem aus.
- Auf dem Handy musst du zoomen, oder die Buttons sind so klein, dass man sie kaum trifft.
- Die Seite sieht aus, als hätte sie seit 2015 niemand mehr angefasst.
- Du traust dich nicht mehr, selbst etwas zu ändern, weil danach garantiert irgendwo etwas verrutscht.
- Du schickst den Link nur ungern raus.
Eine Frage solltest du dir zusätzlich stellen: Läuft die Technik darunter noch stabil? Wenn Theme und Plugins regelmäßig Updates bekommen und du die Seite ohne Sorge aktualisieren kannst, reicht meistens ein Redesign. Wenn nicht, lies den Abschnitt zum Relaunch oben noch mal.
Wann sich ein Redesign (noch) nicht lohnt
Ich verkaufe dir ungern etwas, das du nicht brauchst, und ein komplettes Redesign ist tatsächlich nicht immer die beste Antwort. In diesen Fällen würde ich erst mal etwas anderes machen.
Wenn dein Erscheinungsbild im Kern passt
Gerade arbeite ich für eine Anwaltskanzlei, die schon Schriften und Farben hat, mit denen sie zufrieden ist. Bei etablierten Unternehmen rate ich davon ab, das ganze Design ohne Not komplett über den Haufen zu werfen, die Leute kennen es ja schon. Stattdessen schaue ich, wo sich etwas verfeinern lässt, zum Beispiel mit ergänzenden Farben, ein paar neuen Elementen oder anderen Größenverhältnissen zwischen den Schriften. Das klingt nach wenig, sorgt aber dafür, dass die Seite moderner aussieht und trotzdem sofort wiedererkannt wird.
Beim Ringelnatzlauf bin ich übrigens genauso vorgegangen: Das Branding gab es schon, und ich habe es mit gezielten grafischen Elementen und ergänzenden Schriftarten verfeinert.
Wenn die Texte das Problem sind
Manchmal passt das Design noch, aber die Texte beschreiben ein Angebot von vor drei Jahren. Dann reichen neue Texte, und die Optik darf bleiben. Ich habe einen Texte-Hub entwickelt für meine Kund:innen, damit es ihnen leichter fällt, die richtigen Texte für ihre Zielgruppe und für die entsprechenden Abschnitte auf der Website zu schreiben. Für richtig gute Texte arbeite ich mit Copywriter:innen aus meinem Netzwerk zusammen. Warum ich das so mache, hab ich in einem eigenen Artikel aufgeschrieben.
Wenn dich niemand findet
Wenn kaum jemand auf deiner Seite landet, ändert ein neues Design allein daran wenig. Dann lohnt sich zuerst ein Blick auf SEO und GEO, also darauf, ob Google und KI-Suchen wie ChatGPT deine Seite überhaupt verstehen und anzeigen.
Wenn ein paar gezielte Änderungen reichen
Oft ist gar nicht klar, ob es ein Redesign braucht oder ob zwei, drei Baustellen reichen. Genau dafür gibt es bei mir den Website Check: Ich schaue mir deine Seite vorab genau an, wir gehen sie in einem Call gemeinsam durch, und danach bekommst du einen Fahrplan mit Prioritäten. Wenn du die Änderungen dann lieber umsetzen lässt, gehen auch VIP Sprint Days, also zwei fokussierte Tage für einen Design-Refresh. Beides findest du unter Website Unterstützung.
Website Redesign erstellen lassen oder selbst machen?
Ehrlich gesagt musst du nicht jedes Redesign aus der Hand geben. Wenn du einen kleinen Onepager hast, dich in deinem Page Builder gut auskennst und nur Farben und Bilder austauschen willst, kannst du das gut selbst machen. Schwierig wird es an diesen Stellen:
- Du änderst die Struktur oder die URLs deiner Seiten und weißt nicht, was dann mit deinen Google-Rankings passiert. Ohne Weiterleitungen landen Besucher:innen auf Fehlerseiten.
- Du sitzt seit Wochen an der Seite, und sie fühlt sich immer noch nicht fertig an.
- Die mobile Ansicht und die Kontraste kommen zu kurz, weil du dich ganz aufs Aussehen konzentrierst.
- Die Seite soll Anfragen bringen und nicht nur hübscher aussehen. Dafür braucht es eine klare Nutzerführung, und die sieht man von innen oft schlecht.
Und ja, eine KI spuckt dir heute in ein paar Minuten ein neues Layout aus. Warum ich das für eine Business-Website trotzdem nicht empfehle, liest du in meinem Artikel Website mit KI erstellen. Mein ehrlicher Rat: Wenn deine Zeit im eigenen Business besser aufgehoben ist und die Seite danach Anfragen bringen soll, lohnt es sich, das Redesign abzugeben.
So läuft ein Website Redesign bei mir ab
Wenn du dein Website Redesign erstellen lassen willst, gehen wir bei mir diese Schritte durch. Es sind dieselben wie bei einem Relaunch, nur dass sich am Ende weniger an der Technik ändert.
- Analyse der bestehenden Seite
Zuerst schauen wir gemeinsam, was du schon hast: Technik, Struktur, Inhalte und Ladezeit. Besonders wichtig ist mir, welche Seiten bei Google schon gut ranken, denn die will ich beim Redesign auf keinen Fall verlieren. - Strategie und Konzept
Über einen Fragebogen finde ich heraus, welche Werte, Farben, Bilder und Stile dir wichtig sind und wen du mit deiner Seite erreichen willst. Danach skizziere ich die Seiten, oft ganz klassisch auf Papier mit grauen Kästchen, bevor es in Figma oder direkt in den Page Builder geht. - Design und Umsetzung
Ich erstelle die neue Version lokal, deine alte Seite bleibt bis zum Launch ganz normal online. Von monatelangen Wartungsseiten halte ich nichts (wer dich in der Zeit googelt, sieht sonst wochenlang nur ein „Hier entsteht etwas Neues"). Du bekommst zwei strukturierte Feedbackrunden, und barrierearme Kontraste und eine saubere Überschriftenstruktur denke ich von Anfang an mit. - Launch und Übergabe
Beim Launch richte ich Weiterleitungen für alle URLs ein, die sich geändert haben, damit weder Besucher:innen noch Google auf Fehlerseiten landen. Die alte Version speichern wir, und du bekommst eine Einweisung, damit du Texte und Bilder danach selbst ändern kannst. - Nach dem Launch
Eine WordPress-Website braucht auch nach dem Redesign regelmäßige Updates und Backups. Das kannst du selbst übernehmen oder an mich abgeben, dafür gibt es meine WordPress Wartung mit WebCare Basic und WebWellness.
Wie ich das Ganze bei meiner eigenen Seite gemacht habe, zeige ich dir im Artikel über mein Website Redesign mit Figma und WordPress.
Redesigns aus meiner Praxis
Carolin Kolb: neues Branding, neue Website
Carolin hatte schon eine Website, aber ihr Branding und ihre Vorstellungen hatten sich komplett verändert, und mit dem alten Design hat sie sich einfach nicht mehr wohlgefühlt. Sie kam mit einer ziemlich genauen Vorstellung davon, welche Stimmung die Seite haben soll. Ich habe das zuerst als Wireframe und Mockup visuell umgesetzt und damit ihren Nerv getroffen. Die Elemente dazu habe ich mitentwickelt, zum Beispiel die geschwungenen Linien rund um ihr Profilbild, damit am Ende alles stimmig zu ihrer Marke passt.
Ihr Feedback danach: „Die Website ist wunderschön geworden und du hast genau das umgesetzt, was in meinem Kopf war, ohne dass ich es selbst in Worte fassen konnte."
Hier geht's zum Projekt von Carolin Kolb (ihre Website gibt es inzwischen nicht mehr, weil sie ihr Businessmodell geändert hat, das Projekt kannst du dir aber trotzdem ansehen).

Ringelnatzlauf: bestehendes Branding, neue Technik
Der Ringelnatzlauf wird ehrenamtlich organisiert, und die Website lief noch auf einer veralteten Joomla-Installation. Ich habe das Design in Figma entworfen, die Seite ist auf WordPress umgezogen, und das vorhandene Branding habe ich verfeinert, statt es zu ersetzen. Die Reaktion aus dem Team: „Vielen lieben Dank. Da werden die Menschen aber überrascht sein."
Mehr dazu im Projekt Ringelnatzlauf.

Carmen Moosmann: Design okay, Technik nicht
Carmen ist Hochzeitsfotografin und war mit ihrem Design im Großen und Ganzen zufrieden. Ihr Theme bekam aber keine Updates mehr, also haben wir die Seite komplett neu mit Elementor erstellt, damit sie künftig selbst Änderungen vornehmen kann. Ehrlich gesagt hatte ich großen Respekt davor, weil ihre Seite gut gerankt hat und es viele alte Unterordner und Weiterleitungen gab. Ich habe alle Links notiert und die Weiterleitungen vorbereitet, bevor die neue Seite live ging. Carmen sagte dazu: "Als Fotografin bin ich sehr visuell unterwegs und habe nach einer Webdesignerin gesucht, die sowohl die Technik im Griff hat, als auch einen guten Blick für's Design hat. Katja vereint wirklich beides. Sie ist eine tolle Allrounderin und ich kann sie absolut empfehlen. Auch wenn man noch nicht ganz genau weiß, was man eigentlich braucht, kommt man mit ihr superschnell ans Ziel. Sie stellt die richtigen Fragen und man merkt sofort, dass sie schon viel Erfahrung hat."
Mehr dazu im Projekt von Carmen Moosmann. Weitere Projekte findest du bei meinen Webdesign Referenzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Website Redesign und einem Relaunch?
Bei einem Redesign überarbeitest du vor allem Design und Nutzerführung, oft auch die Inhalte, während die technische Basis wie WordPress bleibt. Bei einem Relaunch wird zusätzlich die Technik erneuert, zum Beispiel durch einen Systemwechsel, ein neues Theme oder einen neuen Page Builder. In der Praxis werden beide Begriffe oft gemischt, deshalb schaue ich bei jeder Anfrage zuerst, was deine Seite wirklich braucht.
Was kostet es, ein Website Redesign erstellen zu lassen?
Bei mir gibt es dafür keinen Fixpreis, weil jede Ausgangslage anders ist. Den Preis bestimmen vor allem die Anzahl der Seiten, der Zustand der Technik und die Frage, ob Texte oder Fotos neu entstehen müssen. In einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen wir uns deine Seite an, danach bekommst du ein konkretes Angebot.
Wie lange dauert ein Website Redesign?
Ein Onepager ist deutlich schneller überarbeitet als eine Website mit vielen Unterseiten und Blog. Den größten Einfluss auf die Dauer hat oft, wie schnell Texte, Fotos und dein Feedback bereitliegen. Nach der Analyse deiner Seite bekommst du von mir eine realistische Zeitplanung.
Verliere ich durch ein Redesign meine Google-Rankings?
Nicht, wenn das Redesign sauber geplant ist. Ich prüfe vorher, welche Seiten gut ranken, behalte URLs nach Möglichkeit bei und richte für geänderte Adressen 301-Weiterleitungen ein. Kleinere Schwankungen in den ersten Wochen nach dem Launch können vorkommen, deshalb lohnt sich danach ein regelmäßiger Blick in die Google Search Console.
Bleibt meine Website während des Redesigns online?
Ja. Ich erstelle die neue Version lokal oder auf einer Subdomain, deine bisherige Seite läuft bis zum Launch ganz normal weiter. So brauchst du keine Wartungsseite, und Interessierte finden dich in der Zeit wie gewohnt.
Muss ich für ein Redesign mein Website-System wechseln?
Nein, bei einem Redesign bleibt das System meistens gleich, also zum Beispiel WordPress. Ein Wechsel ist nur sinnvoll, wenn dein System veraltet ist oder dich ein Baukasten zu sehr einschränkt, dann sprechen wir eher von einem Relaunch. Für komplett neue Umsetzungen arbeite ich mit WordPress und dem Bricks Builder, Elementor und Divi sind auf Anfrage möglich.
Brauche ich für das Redesign neue Texte und Fotos?
Nicht unbedingt. Wir schauen gemeinsam, was noch zu deinem Angebot passt, und übernehmen das. Wenn neue Texte oder Fotos nötig sind, ziehe ich auf Wunsch Copywriter:innen oder Fotograf:innen aus meinem Netzwerk dazu.
Kann ich bei einem Redesign gleich auf Barrierefreiheit achten?
Ja, ein Redesign ist dafür ein guter Zeitpunkt, weil Struktur und Design sowieso überarbeitet werden. Eine saubere Überschriftenstruktur und barrierearme Kontraste denke ich bei Digital mit Sinn von Anfang an mit. Für eine umfassende Umsetzung gibt es ein eigenes Barrierefreiheits-Angebot, und mit dem Barrierefreiheitscheck für 0 Euro siehst du vorab, wo deine Seite gerade steht.
Bin ich nach dem Redesign von dir abhängig?
Nein. Du hast vollen Zugriff auf Domain und Hosting und bekommst nach dem Launch eine Einweisung, damit du Texte und Bilder selbst ändern kannst. Wenn du dich um Updates und Backups nicht kümmern willst, kann ich die Wartung übernehmen, musst du aber nicht.
Muss ich für ein Website Redesign aus Leipzig kommen?
Nein. Ich arbeite von Leipzig aus, aber mit Kund:innen von überall zusammen. Wir treffen uns per Google Meet und organisieren das Projekt in Notion, das funktioniert ortsunabhängig gut.
Redesign ja oder nein? Lass uns zusammen draufschauen
Du bist dir nicht sicher, ob deiner Website ein Redesign reicht oder ob mehr dran ist? Dann erzähl mir in einem kostenlosen Kennenlerngespräch, wo es gerade hakt. Ich schaue mir deine Seite vorher an und sage dir ehrlich, was ich an deiner Stelle machen würde.
Und wenn du schon mal ein Redesign hinter dir hast: Was war für dich der schwierigste Teil? Schreib es mir gern in die Kommentare.








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